Ernährung

Katzen haben sieben Leben…?!

Früher, ganz früher, vor ewigen Zeiten… da waren Katzen wild und frei und ernährten sich von dem, was die Natur für sie vorgesehen hat: Von kleinen Tieren wie Mäusen, Ratten, Vögeln, Insekten usw.

Je näher die Katze in menschliche Gefilde kam und sich uns mehr und mehr anschloss, desto vielfältiger wurde ihr Nahrungsangebot: Tischreste und Kuhmilch wurden ihnen kredenzt.

Irgendwann wurde die Katze zu einem der beliebtesten Haustiere – und zwar nicht mehr nur wegen ihrer beispiellosen Begabung die Scheunen und Kornkammern von Mäusen und Ratten frei zu halten. So hielt dann eines Tages, vor nicht allzu langer Zeit, das industriell gefertigte Katzenfutter Einzug. Frisches Fleisch stand nun immer seltener auf dem Speiseplan der Stubentiger, dafür wurden sie mit Trocken- oder Dosenfutter aus dem Supermarkt gemästet.

Inzwischen sind einige Menschen sogar schon der Meinung, sie müssten ihre Katze(n) vegetarisch oder noch schlimmer, vegan ernähren, weil sie es nicht ertragen können, dass andere Tiere getötet werden – nur damit die eigene Katze einen vollen Magen hat.

Eigentlich ist die gesunde Ernährung unserer Katzen total einfach:
Man muss nur in die Vergangenheit reisen und sich mit der Evolutionsgeschichte von Katzen vertraut machen.
Wenn nun noch der gesunde Menschenverstand einsetzt, dann sollte uns einleuchten, dass Katzen keine Vegetarier sind, sondern Raubtiere = Carnivoren, also Fleischfresser!
Das war schon immer so und daran wird sich auch in den nächsten Tausend oder Millionen Jahren nichts ändern.

Nachfolgend will nun kurz erläutern, welche Möglichkeiten es gibt, um eine Katze zu ernähren, inkl. ein paar Informationen zu den Inhaltsstoffen und deren Verträglichkeit mit dem kätzischen Organismus.

Trockenfutter

Ist für uns Menschen eine wirklich gute Erfindung: Es ist lange haltbar, ist relativ geruchsneutral und man kann es im „Vorbeigehen“ schnell in den Futternapf schmeißen, wenn man es mal wieder eilig hat, zur Arbeit zu kommen…

Aber was sagen unsere Katzen dazu? Oder vielmehr ihr Organismus und Stoffwechsel?

Zuerst sei gesagt, das Trockenfutter – wie der Name schon sagt – getrocknetes und zusammengepresstes „Irgendwas“ ist. In der Regel findet man sehr wenig Fleisch in Trockenfutter, dafür aber umso mehr Pflanzen, Getreide und Zucker. Soja wird auch gerne verwendet, genauso wie Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe (all das löst auch schon mal gerne Allergien bei Katzen aus – nur mal so nebenbei bemerkt).

Das schlimmste an Trockenfutter ist – wie ich finde – der extrem geringe Feuchtigkeitsanteil:
Katzen sind ursprünglich Wüstenbewohner. Die unmittelbaren Vorfahren unser heutigen Hauskatzen – womit ich auch alle Rassekatzen meine – waren die Falbkatzen, die in den Steppen und Buschlandschaften Afrikas und Arabiens lebt. Wenn man die Falbkatze als Beispiel nimmt, dann stellt sich mir die Frage: Wie haben diese Tiere ihren Flüssigkeitsbedarf gestillt, wenn es in diesen Regionen doch nur selten frisches Wasser gab? Im Laufe der Evolution hat sich die Katze perfekt an dieses Klima angepasst: Ihren Flüssigkeitsbedarf stillt sie aus ihren Beutetieren, die einen natürlichen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 70-80% haben. Wenn dann das Nahrungsangebot mal etwas knapp war und sich auch keine Wasserstelle finden ließ, können Katzen einen Teil der Flüssigkeit aus den Nieren zurück resorbieren und dem Organismus wieder zur Verfügung stellen (ich hoffe, ich habe es richtig erklärt). Sobald dann wieder eine saftige Maus verspeist oder anderweitig Wasser aufgenommen wurde, gleicht sich der Flüssigkeitshaushalt der Katze wieder aus.

Trockenfutter enthält in der Regel maximal 10% Feuchtigkeit, das sind etwa 60-70% weniger, als ein Beutetier enthält. Bei einer reinen Trockenfutter-Ernährung steht die Katze, wenn man es etwas übertreibt, eigentlich ständig kurz vor einer Dehydrierung, also Austrocknung. Das ist dann auch der Grund, weshalb sie sich an den vom Menschen aufgestellten Wasserstellen einfindet und trinkt. Von Natur aus sind Katzen nämlich keine großen Wassertrinker und – man höre und staune – haben eigentlich auch gar kein ausgeprägtes Durstgefühl. Katzen trinken nur dann zusätzliches Wasser, wenn sie kurz davor sind auszutrocknen.

Hinzu kommt, dass Trockenfutter enorm aufquillt, wenn es mit Wasser in Berührung kommt. Wer will kann sich ja mal den Spaß machen und es ausprobieren. Man wird erstaunt sein, wie aus ein paar Bröckchen auf einmal ein riesen Haufen wird… Das Fazit aus dieser Sache: Wenn das Trockenfutter im Magen der Katze angekommen ist, entzieht es dem Körper nochmals Wasser, damit es so schön aufquellen und der Katze vorgaukeln kann, dass sie nun satt ist. Die Katze muss nun noch mehr trinken, damit ihr Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen ist – nur schafft sie das nicht, denn dann müsste sie (bei reiner Trockenfutter-Fütterung) etwa 500 ml Wasser am Tag trinken. Das schafft keine Katze (unsere sechs Mitbewohner trinken zusammen am Tag nicht einmal diese Menge)! Übrigens: Wenn die Nieren ständig „auf dem Trockenen“ liegen, dann ist das nicht gerade gut für deren Gesundheit!

Nehmen wir uns nun einmal die Inhaltsstoffe von Trockenfutter vor:
Zählt man sämtliche pflanzliche Inhaltsstoffe eines beliebigen Trockenfutters zusammen (z. B. Weizen, Mais, Maiskleber, Soja, Preiselbeeren, Yucca, Karotten, rote Beete u.v.m.), dann kommt man leicht auf einen Gesamtanteil von über 60% – das ist aber nicht bei allen Sorten so!
Weiterhin ist dann auch noch Fleisch in Form von Fleischmehl, getrocknetes und gemahlenes „Irgendwas“ vom Tier (Nebenerzeugnisse) sowie ordentlich Zucker (oft wird statt Zucker auch Rübentrockenschnitzel, Bäckereierzeugnisse etc. auf der Verpackung angegeben – ist aber auch alles Zucker, genau wie im Grunde genommen sämtliche Getreide und Obstsorten, die enthalten sind).

Wir alle wissen, dass Zucker dick macht und das trifft auch auf Katzen zu. Trockenfutter ist auch nicht gut für die Katzenzähne, wie früher immer behauptet wurde. Katzen kauen das Trockenfutter entgegen aller Annahmen nämlich nicht, wenn überhaupt zerknacken sie es einmal und dann ist es auch schon in der Speiseröhre verschwunden. Einige Katzen (wie unser Kasimir) schlucken die kleinen Bröckchen sogar im Ganzen herunter. Katzen können übrigens auch gar nicht kauen, dazu ist ihr Kiefer gar nicht ausgelegt. Auch haben Katzen keine Mahlzähne wie wir Menschen – hierzu gibt es im „www“ übrigens einige Berichte. Wenn nun aber eine Katze doch mal auf die Idee kommt, das Trockenfutter zu zerbeißen (Nepomuk kann das hervorragend, um wenigstens ein Beispiel zu nennen), dann bleiben Reste des Futters an den Zähnen kleben (Stärke aus dem vielen Getreide, vermischt mit einer ordentlichen Portion Zucker). Diese Reste verursachen Zahn- und Zahnfleischprobleme bei unseren Lieblingen und irgendwann bleibt uns nichts anderes übrig, als mit ihnen zum „Tierzahnarzt“ zu gehen – davon kann ich ein Lied singen!!!

Und was macht nun eigentlich das ganze Getreide und die vielen Pflanzen in dem Trockenfutter?
Das frage ich mich ehrlich gesagt auch, denn Katzen sind (wie eingangs schon erwähnt) Fleischfresser. Ihr gesamter Organismus ist auf fleischliche Kost ausgelegt. Gehen wir kurz zurück zu der natürlichen Nahrung der Katze: DIE MAUS. Die Maus besteht hauptsächlich aus Fleisch und ein paar anderen Bestandteilen wie Sehnen, Knochen und Innereien. Mäuse nehmen pflanzliche Nahrung zu sich (ein Grund, warum Bauern diese kleinen süßen Tierchen aus ihren Kornkammern heraus haben wollten), aber gerade einmal ein extrem kleiner Anteil von max. 5% befindet sich in ihrem Verdauungstrakt, wenn sie von einer Katze verspeist wird. In Trockenfutter ist dieser Anteil um ein Vielfaches höher und teilweise sogar über 50%!
Hierzu muss man vielleicht auch noch wissen, dass Katzen einen sehr kurzen Darmtrakt haben – ebenfalls ein Erbe ihrer Vorfahren. Der Grund ist der: Katzen fressen ihre Beutetiere roh (normalerweise). Der kurze Darmtrakt erlaubt der Katze eine schnelle Verarbeitung der rohen Fleischkost. Das ist daher so wichtig, weil rohes Fleisch a) schnell zum Verderben neigt und b) sich so keine Parasiten und ungeliebte Bakterien im Organismus der Katze einnisten können. Daher haben Katzen auch eine extrem aggressive Magensäure, denn diese macht im Falle eines Falles den meisten Parasiten schon im Magen den Garaus.
In Bezug auf Futter mit einem hohen Getreideanteil ist ihr kurzer Verdauungstrakt für die Katze jedoch eher ein Fluch. Um Getreide ordnungsgemäß verarbeiten und verwerten zu können, braucht es einen langen Darm. Frisst die Katze nun viel getreidehaltiges Futter, dann kommt das meiste davon unverarbeitet wieder heraus. Das ist es dann auch, was die Hinterlassenschaften von Katzen so unangenehm riechen lässt (gelinde ausgedrückt).
Ein weiterer Nachteil von zu viel Getreide oder Pflanzen in der Katzennahrung ist, dass Katzen daraus nicht einmal einen Nutzen ziehen, denn die Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, die sich in Pflanzen befinden, können Katzen nicht einmal gebrauchen, weil sie in einer völlig anderen Zusammensetzung daherkommen, als in tierischer Nahrung – also in Fleisch. Somit müssen die Nieren auf Hochtouren arbeiten, um diese Massen an unverwertbarem Zeug wieder aus dem Katzenorganismus hinauszubringen. Das schädigt auf Dauer die Nieren!

Um auf die Frage zurückzukommen: Getreide und die vielen pflanzlichen Inhaltsstoffe in Trockenfutter sind deswegen enthalten, weil sie „billig“ zu beschaffen sind. Die Futtermittelindustrie möchte in ihrem Futter natürlich auch etwas verdienen. Das ist ja auch in Ordnung – meines Erachtens sollten sie aber lieber das Geld statt in die Werbung in gutes Futter stecken! Dann wird es unwesentlich teurer, aber unsere Katzen (und auch deren Halter) werden es ihnen Danken – mit Gesundheit und geringeren Tierarztkosten!

Es gibt allerdings inzwischen auch getreidefreies Trockenfutter und der Fleischanteil liegt dann sogar zuweilen bei bis zu 70%, was die Sache mit dem geringen Wasseranteil jedoch nicht besser werden lässt. Auch sind in diesen Sorten nach meinem Geschmack immer noch zu viele Pflanzen-, Gemüse- und Obstsorten enthalten, die unsere Stubentiger auch nicht brauchen (z. B. Purizon – gibt es aber nur im Internet und ist meine bevorzugte Marke bei Trockenfutter). Wer aber schon unbedingt Trockenfutter geben muss oder will, der sollte sich an die getreidefreien halten.
Es gibt neuerdings auch ein Trockenfutter mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt von Sanabelle („Landente“ – gibt es z. B. bei Dehner, nehme ich auch hin und wieder mal mit).

Am besten wäre es natürlich, komplett auf Trockenfutter zu verzichten…

Nassfutter (Dosenfutter)

Nassfutter hat schon mal den Vorteil, dass bis zu 80% Feuchtigkeit enthalten ist. Ein weiterer Vorteil ist die lange Haltbarkeit – natürlich nur, solange die Dose, der Tetra Pak, das Schälchen oder die Tüte gut verschlossen ist.

Ist dieses Futter dann auch noch frei von Konservierungsstoffen, Zusatzstoffen, Geschmacksverstärkern, Zucker und Getreide, ist es durchaus empfehlenswert. Es sind also wieder einmal die Inhaltsstoffe, die ein Katzenfutter zu einem guten oder schlechten Katzenfutter machen. Auf jeden Fall ist es ratsam, die Inhaltsstoffe der Futterdosen genauer in Augenschein zu nehmen, wie auch schon beim Trockenfutter erklärt. Zu viel Getreide und zu viele pflanzliche Anteile sind nicht gut und können die Gesundheit unserer Stubentiger beeinträchtigen. Nassfutter sollte einen Anteil von mindestens 60-80% Fleisch haben – je mehr desto besser. Hier muss man nun jedoch darauf achten, dass möglichst keine „tierischen Nebenerzeugnisse“ enthalten sind, denn diese sind in der Regel Abfälle (Hufe, Schnäbel, Federn, Gräten, diverse Innereien, die auch Katzen normalerweise nicht fressen). Gutes Fleisch ist Muskelfleisch, Herz, Leber, Magen und dies sollte auch so auf der Verpackung deklariert sein. Zucker hat übrigens auch in Nassfutter nichts zu suchen und eine solche Dose sollte rigoros im Regal stehen gelassen werden.
Manche Hersteller von Fertignahrung deklarieren übrigens sehr genau die „tierischen Nebenerzeugnisse“ – leider sind es immer noch viel zu wenige!

Wenn man seine Katze ausgewogen ernähren will, sollte man sich ein gewisses Portfolio an Futtersorten bzw. Geschmacksrichtungen in den Vorratsschrank stellen. Gerne auch von verschiedenen Marken. Allerdings nun bitte nicht ständig die Marken wechseln, sondern auf zwei oder drei beschränken, von denen es verschiedene Sorten gibt und nach Möglichkeit mit der gleichen „Wertigkeit“ des Futters. Natürlich kann man hin und wieder auch mal eine andere Marke geben, aber diese sollte dann von einer ähnlichen Wertigkeit sein, wie das übliche Futter.
Warum soll man dies tun? Nicht jedes Nassfutter ist komplett ausgewogen. Das wäre ja zu einfach. Nicht jedes Futter enthält zum Beispiel eine ausreichende Menge Taurin. Taurin ist aber sehr wichtig für Katzen; sie können es nicht selbst herstellen und müssen es daher mit der Nahrung aufnehmen. In Herz und Hirn ist beispielsweise sehr viel Taurin. Daher empfiehlt es sich u. a. ein Futter mit einem Anteil an Herz zu geben. In Leber ist viel Vitamin A – auch dieses Vitamin muss die Katze über das Futter aufnehmen. Allerdings ist zu viel Vitamin A auch wieder nicht gut, denn Vitamin A wird wiederum in der Leber gespeichert und bei einem Überangebot kommt es zu gesundheitlichen Problemen der Katze. In der freien Natur kann es daher auch schon mal vorkommen, dass eine Katze die Innereien liegen lässt, weil sie von deren Inhaltsstoffen erst einmal genug hat.
Daher ist es sinnvoll die einzelnen „Geschmacksrichtungen“ abzuwechseln, damit die Katze optimal mit allen Nährstoffen versorgt ist.

Übrigens: Die meisten Nassfuttersorten im Supermarkt sind in meinen Augen als minderwertig einzustufen. In dem einen ist zu viel Zucker, in dem anderen zu viel Getreide und zu viele Nebenerzeugnisse und in dem dritten sind dann wieder Konservierungsstoffe zu finden.
Ein kleiner Tipp vorweg: Mal ins Internet schauen (z. B. bei bitiba), in der Regel sind dort die Inhaltsstoffe sehr gut dargestellt und vor allem auch gut lesbar. Jedes Mal, wenn ich im Supermarkt oder im Fachhandel die Zusammensetzungen der Futtersorten durchlesen will, müsste ich eigentlich eine Lupe dabei haben…

Wenn man nun also hochwertiges Nassfutter in den Napf füllt, dabei die einzelnen Sorten abwechselt ist es kann man seine Katze(n) durchaus gut und ausgewogen ernähren.

Rohfütterung (B.A.R.F.)

Die meines Erachtens beste und artgerechteste Fütterungsmethode ist das „Barfen“.
„Barfen“ bedeutet eigentlich nichts anderes als das man seinem Tier rohes Fleisch zu fressen gibt. Klingt einfach – ist es aber nicht wirklich.

B.A.R.F = Bones and raw food = Biologisch artgerechte Rohfütterung

Zunächst muss die Katze das rohe Fleisch aber auch mögen. Die Umstellung von Fertignahrung auf rohes Fleisch kann eine echte Herausforderung sein und erfordert mitunter sehr, sehr viel Ausdauer des Menschen. Ich spreche da aus Erfahrung!

Wenn die Katze das rohe Fleisch dann tatsächlich frisst, ist das super. Allerdings sollte man sich spätestens jetzt mit den Bedürfnissen einer Katze auseinandersetzen. Denn in rohem Fleisch (also z. B. ein Stück Rindergulasch oder Hühnerbrust) sind längst nicht alle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten, die eine Katze für ein gesundes Leben braucht. Man denke an die Beutetiere, die die Katze in der Natur frisst und die meistens „mit Haut und Haar“ verspeist werden. Dies hat schließlich seinen Grund, denn in den Innereien, in den Knochen usw. sind ebenfalls wichtige Nährstoffe enthalten, die eine Katze benötigt.

Wenn man nun also keine ganzen Tiere verfüttern will oder kann, müssen dem rohen Fleisch nun auch noch Supplemente hinzugefügt werden. Supplemente sind zum Beispiel: Taurin, Calcium, Phosphor, Salz, Fett, diverse Vitamine usw. Diese Supplemente dürfen nun aber nicht wahllos in das Futter gemengt werden, denn eine Überdosierung kann ebenso schädlich für den Organismus der Katze sein, wie ein Mangel. Hierzu kann ich angehenden Barfern ans Herz legen, sich bei www.dubarfst.de anzumelden und sich über Rohfütterung zu informieren. Auch gibt es im „WorldWideWeb“ einige interessante Seiten, die über das Barfen Auskunft geben. Da ich in Sachen Rohfütterung noch ziemlich am Anfang stehe, werde ich nicht weiter ins Detail gehen, da die Gefahr doch zu groß wäre, dass etwas falsch interpretiert wird oder ich falsche Angaben mache.

Wichtig ist, sich sehr genau über das Barfen zu informieren und es ganz langsam angehen zu lassen! Auch ich füttere immer noch „Fertignahrung“ dazu, weil noch nicht alle Katzen rohes Fleisch akzeptieren.

Jetzt stellt sich aber sicherlich irgendwer die Frage: „Aber darf man Katzen denn rohes Fleisch zu fressen geben? Was ist mit Salmonellen, Würmern und anderen Parasiten?“
Zunächst sei gesagt: Ja, es kann mitunter sein, dass die Katze sich etwas „einfängt“. Allerdings haben Katzen eine sehr aggressive Magensäure, die die meisten Parasiten bereits im Magen abtötet. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, sorgt in der Regel der kurze Darmtrakt dafür, dass das rohe Fleisch schnell verarbeitet wird und die Parasiten haben keine Chance sich im Organismus der Katze einzunisten, da sie vorher schon wieder ausgeschieden werden. Wer also eine gesunde Katze hat, der muss sich keine allzu großen Sorgen machen. Man sollte hin und wieder eine Kotuntersuchung veranlassen und wenn dann tatsächlich Würmer da sind, kann man diese gezielt bekämpfen. Gegen Salmonellen kann man die Katze schon im Vorfeld schützen, indem nur frisches Fleisch verarbeitet wird. Auf jeden Fall sollte das Fleisch nach dem kleinschneiden oder wolfen tiefgefroren werden, denn dann werden auch Würmer und Bakterien recht zuverlässig abgetötet.
Bei unseren Katzen hat sich jedenfalls noch kein Problem mit Parasiten aufgrund der Rohfleisch-Fütterung ergeben und viele andere Barfer berichten ebenfalls nichts Gegenteiliges.

Also nur Mut! Aber: Erst gründlich informieren, dann Barfen!!!

Vegetarische/Vegane Ernährung

Schwieriges Thema! Katzen sind REINE Fleischfresser, die mit Pflanzenkost nichts, aber auch absolut nichts anfangen können. Diese Art der Ernährung ist für Katzen ist nicht artgerecht und sie können davon krank werden. Nur weil sich einige Menschen vegetarisch oder vegan ernähren (was ich durchaus akzeptiere), müssen sie dies nicht auf ihre Haustiere adaptieren. Wer nicht mit Fleisch oder anderen tierischen Produkten in Berührung kommen will, der sollte sich ein pflanzenfressendes Haustier anschaffen, wie ein Hamster oder ein Kaninchen – aber bitte keine Katze! Tierschutz ist wichtig und ich bin auch der Meinung, dass jedes Tier artgerecht gehalten und gefüttert werden soll. Aber dass Tiere wie unsere Katzen darunter leiden sollen, indem sie Grünfutter vorgesetzt bekommen, damit andere Tiere geschützt werden, geht in meinen Augen überhaupt nicht.

Fakt ist, das Katzen von vegetarischer/veganer Kost krank werden, weil in pflanzlicher Nahrung nicht die Nährstoffe enthalten sind, die sie für ein gesundes Leben benötigen. Alle Nährstoffe, die eine Katze braucht sind in tierischen Produkten enthalten und nur diese kann sie verwerten, ihr gesamter Organismus darauf ausgelegt – so hat die Evolution die Katze nun einmal geschaffen.

Ich weiß schon was jetzt kommt: Die Katze ist doch aber domestiziert. Das ist so nicht ganz richtig! Die Katze hat sich dem Menschen angeschlossen, weil es in seinen Kornkammern jede Menge Mäuse, also Nahrung, gab. Mäuse = Fleisch! Bislang wurde noch keine Katze dabei beobachtet, wie sie ganze Getreidesilos leergefressen oder ein Gemüsebeet geplündert hat. Irgendwann hat es sich dann so ergeben, dass Katzen eben auch im Haus oder in der Wohnung gehalten wurden und es Begann das Zeitalter der industriell gefertigten Katzennahrung und seit einigen wenigen Jahren glaubt der Mensch nun, er könne eine Katze mit Grünzeug ernähren… Man überlege: Die Evolution hat Millionen von Jahren gedauert, in der sich die Katze zum reinen Fleischfresser entwickelt hat. Und nun soll die Katze binnen weniger Jahre zum Pflanzenfresser mutieren? Das geht einfach nicht, auch nicht durch gezielte Zucht! Man gibt doch Pferden und Kühen auch kein Fleisch, nur weil Grünzeug knapp wird! Wer hat schon einmal eine Raubtierfütterung im Zoo miterlebt? Da gibt es auch ausschließlich rohes Fleisch – und warum? Weil die Tiere ansonsten krank werden und sterben.

Sicher kann eine Katze auch ein gewisses Maß an Pflanzen vertragen, Katzengras zum Beispiel ist eine sehr gute Sache und sollte in jedem Katzenhaushalt fester Bestandteil sein. Katzengras reinigt den Magen und man sagt auch, dass Katzen über das Gras die für sie wichtige Folsäure aufnehmen. Aber das ist und bleibt auch eine Ausnahme.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass B.A.R.F. die wohl artgerechteste und gesündeste Fütterungsmethode für unsere Stubentiger ist – wenn sie richtig angewandt wird. Wer das nicht kann oder will, sollte als Alternative hochwertiges Nassfutter (Dosenfutter) füttern. Das ist zwar etwas teurer, als das Supermarktfutter (das definitiv als minderwertig einzustufen ist), aber die Katze braucht von dem hochwertigen Futter auch deutlich weniger, weil sie es besser verwerten kann. Auf Trockenfutter sollte man am besten komplett verzichten, da es zu wenig Feuchtigkeit enthält und oftmals zu viel Zucker, Getreide und andere pflanzliche Inhaltsstoffe. Vegetarische/vegane Ernährung ist die wohl am wenigsten artgerechte Ernährung einer Katze und sollte rigoros vom Speiseplan einer Katze gestrichen werden.
Fast hätte ich es vergessen: Tischreste und Milch – bitte ebenfalls nicht der Katze geben! Katzen trinken Milch nur als Welpe und diese auch nur von der Mutter! Menschliches Essen ist verarbeitet und mit Gewürzen und Dingen versetzt, die für eine Katze giftig sind, z. B. Zwiebeln, Knoblauch usw. Daran kann eine Katze sterben!!!

Eine Katze hat keine „sieben Leben“, auch wenn dies irrtümlich immer noch angenommen wird! Bekommt eine Katze über einen längeren Zeitraum die falsche Nahrung, dann wird es ihr in den meisten Fällen schlecht ergehen. Katzen sind keine Allesfresser wie der Mensch oder das Schwein, sie sind Fleischfresser! Nur weil die Werbung uns verspricht, dass mit Futter X oder Y unserer Katze ein langes und gesundes Leben bevorsteht, muss dies nicht zwangsläufig der Wahrheit entsprechen. Ich habe es selbst erlebt, wie eine meiner Katzen durch falsche Fütterung krank geworden und binnen weniger Tage gestorben ist – sie wurde nur 9 Jahre alt.

Fütterung a `la Disaster Cats

Damals, als die industrielle Katzennahrung noch in den Kinderschuhen steckte, gab es gerade einmal zwei Futtermarken – zumindest soweit ich mich erinnern kann, denn damals war ich erst 5 Jahre alt. Das war der Zeitpunkt, an dem ich meine erste Katze bekommen habe, die – wie sollte es auch anders sein – mit eben diesem Fertigfutter verköstigt wurde. Allerdings durfte Jonas kurze Zeit später und weil wir in ein Haus mit Garten gezogen sind sich auch selbst sein Futter fangen. Auch meine zweite Katze, Tiger, wurde ausschließlich mit Fertignahrung gefüttert, vorrangig mit Trockenfutter. Inzwischen gab es immerhin schon ein oder zwei Futtermarken mehr, also hatte ich auch mehr Auswahl. Gut für Tiger, das auch sie zuweilen in den Garten durfte und sich ein wenig Frischfleisch dazu fangen konnte.

Ja, in den guten alten Zeiten hat man sich nicht allzu viele Gedanken darum gemacht, ob das Futter, dass man seiner Katze in den Napf füllte auch wirklich gut für sie ist. Man glaubte der Werbung und kaufte dieses heute als minderwertig bekannte sogenannte „Supermarktfutter“.

So ging es dann auch jahrelang weiter: Alle meine Katzen bekamen überwiegend Trockenfutter in den Napf geschüttet – war ja auch so schön praktisch. Hin und wieder gab es dann auch mal ein „Schmankerl“ in Form von Nassfutter aus den Dosen mit der lila Banderole. Mir wäre es niemals in den Sinn gekommen zu hinterfragen, ob ich unseren Katzen damit etwas Gutes tue oder nicht. Man konnte dieses Futter überall käuflich erwerben also musste es gut sein; die Werbung versprach ein ausgewogenes Futter, also konnte es ja nicht schlecht sein…

Erst viele Jahre später und zwar kurz bevor Nepomuk bei uns einziehen sollte (2012) fing ich an mich mit Katzenernährung zu beschäftigen. Der Grund war, dass wir mit Nepomuk unsere erste Maine Coon bekommen sollten und irgendwie kam mir der Gedanke, dass diese Rasse, die ja eigentlich eine „Wildkatze“ ist, eine andere Nahrung benötigt wie die anderen Stubentiger. Inzwischen weiß ich, dass das kompletter Blödsinn ist, denn Katze ist Katze. Dennoch habe ich mich im Internet auf die Suche gemacht und bin natürlich auch fündig geworden. Anfangs war ich total irritiert, denn was ich las, stellte meine Lebensphilosophie in Sachen Katzenfutter völlig auf den Kopf. Das Futter, welches ich jahrelang gefüttert habe, sollte auf einmal nicht mehr gesund sein? Das Katzen Fleisch brauchen, war mir immer schon klar, aber das in Trockenfutter und Co. mehr Getreide als Fleisch enthalten ist hätte ich nicht gedacht – klar, wer liest auch schon die Zusammensetzung auf den Verpackungen, zumal diese immer so schön klein gedruckt sind…

Es begann eine Odyssee des Informierens und Lesens und als sich meine Verwirrtheit eines Tages auflöste, war ich mir sicher, dass meine Katzen künftig nur noch wirklich gesundes Futter erhalten sollen. Auf der Stelle begann ich hochwertiges Futter zu kaufen und machte mich langsam an die Futterumstellung. Zunächst wurde der Anteil an Nassfutter deutlich erhöht und das Trockenfutter reduziert. Später habe ich auch erste Versuche mit rohem Fleisch gemacht, erst immer nur ein paar Stücke achtlos auf den Boden geworfen und total aufgeregt darauf gewartet, dass die Katzen es geradezu verschlingen würden. Von wegen: Einmal kurz schnuppern, Nase rümpfen und wieder weggehen. Nur Nepomuk und Ophelia schienen das Fleisch geradezu in sich aufzusaugen. Gut, Nepomuk hat schon bei der Züchterin rohes Fleisch bekommen und Fee hat ohnehin alles gefuttert, was man ihr vorgesetzt hat. Bei den anderen hat es noch eine ganze Weile gedauert, bis sie die rohe Fleischkost gefressen haben.

So hangelte ich mich also von Woche zu Woche, immer in der Hoffnung, die Katzen würden nun endlich alle das tolle Fleisch verzehren. Dann, eines Tages, musste ich mit Nepomuk zum Tierarzt, weil er ein wenig Durchfall hatte. Als ich diesem erzählte, dass er hin und wieder ein Stück Hühner- oder Putenfleisch im rohen Zustand bekäme, hat er sogleich die Hände über den Kopf zusammengeschlagen und versucht mich eines Besseren zu belehren: Von rohem Geflügel bekommen Katzen Salmonellen, Würmer und Durchfall (inzwischen haben wir einen anderen Tierarzt, der die Rohfütterung nicht verteufelt)! Also fing ich an, gekochtes Fleisch zu füttern, was bei den Katzen nun noch weniger gut ankam und ich das meiste davon in den Mülleimer befördern konnte. Nun hatte ich die Nase voll, habe mich wieder an den Computer gesetzt und nochmal alles über Rohfütterung nachgelesen – und den Katzen wieder rohes Fleisch vorgesetzt, als Zwischenmahlzeit – und es gab keine Durchfall-Fälle mehr. Ansonsten habe ich den Katzen hochwertiges Nassfutter (Grau, Leonardo, Cosma, hin und wieder Animonda, Miamor und Bozita) und Trockenfutter ohne Getreide vorgesetzt. Das war zwar noch nicht das Tüpfelchen auf dem i, aber doch schon um einiges besser, als das Futter, welches sie vorher bekommen haben.

Zu meinem Leidwesen hat unsere Fluffy nach wie vor bei Trockenfutter ordentlich zugeschlagen. Sie war schon vorher ein richtiger Trockenfutter-Junkie gewesen und sie war auch nicht gerade eine zierliche Katze… Ich hatte dennoch gehofft, dass sie durch die Nahrungsumstellung ein wenig schlanker werden würde, was sich leider nicht bewahrheitet hat. Und so bin ich im Frühjahr 2013 mit ihr zum (alten) Tierarzt gefahren, um sie gründlich durchchecken zu lassen, da sie meiner Meinung nach viel zu dick geworden war. Der Doc sagte aber nur, dass sie zwar ein bisschen quadratisch sei, aber kein Grund zur Sorge bestand. Ein paar Monate später ist Fluffy gestorben… Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, mit der Galle und den Nieren, Leberverfettung/-vergiftung… Von einem Tag auf den anderen hat sie nichts mehr gefressen und getrunken, sie hat nur noch völlig apathisch in einer Ecke gesessen. Der Tierarzt und ich (es war ein anderer, zu dem ich gegangen bin, weil unserer im Urlaub war) haben noch alles versucht, sie wieder auf die Beine zu bekommen, aber am dritten Tag mussten wir dann mit Fluffy in die Tierklinik fahren. Kurz zuvor ist sie uns zuhause umgekippt und konnte nicht mehr laufen. In der Klinik waren die Blutwerte dann noch dramatischer als zwei Tage davor und Fluffy nahm um sich herum schon nichts mehr wahr. Eine Röntgenuntersuchung brachte auch keine guten Nachrichten und die Tierärztin in der Klinik vermutete, dass die Vergiftung der Leber bereits in Gehirn vorgedrungen sei. Alles in allem hatte Fluffy grob gesagt ein „multiples Organversagen“ und es stand in den Sternen, ob sie jemals wieder ein gutes Leben würde führen können – vorausgesetzt natürlich, sie würde überleben. Wir standen damals vor einer wirklich schweren Entscheidung, aber wir haben immer gesagt, die Lebensqualität unserer Katzen steht an oberster Stelle und so haben wir Fluffy schweren Herzens von ihrem Leid erlöst.

Was hat dies nun alles mit der Ernährung zu tun?
Fluffy hat jahrelang zu viel Trockenfutter zu sich genommen. Dieses Futter war mit sehr viel Getreide, Zucker und sonstigen für Katzen ungesunden Inhaltsstoffen versehen. Fluffy war auch die einzige, die so viel Trockenfutter gefressen hat. Alle anderen haben hin und wieder einmal zugelangt, sind aber nicht stündlich an den Napf gegangen. Durch diese „Fress-Orgien“ wurde Fluffy dick – zu dick, Zucker macht bekanntlich nun mal dick. Und Zucker fördert Diabetes und bringt damit die Bauchspeicheldrüse in eine schlechte Verfassung. Die Bauchspeicheldrüse muss enorme Mengen an Insulin produzieren, was sie irgendwann nicht mehr kann. Mehr und mehr Fettdepots werden in dem Katzenkörper angelegt und irgendwann tragen auch die anderen Organe Schäden davon. Leberverfettung ist einer davon. Man könnte nun fragen, warum habt ihr das nicht schon viel früher bemerkt? Zum einen habe ich das einige Monate zuvor, aber ich mir wurde ja gesagt, alles sei in Ordnung und ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Zum anderen sind Katzen Meister im Verschleiern von Krankheiten und so kam ihre Krankheit erst viel zu spät ans Tageslicht – nämlich ab dem Zeitpunkt, an dem sie nichts mehr gefressen hat.
Für Fluffy kam die Futterumstellung leider viel zu spät…

Inzwischen stehen bei den Disaster Cats folgende Nahrungsmittel auf dem Speiseplan:
Rohfleisch (1 Mahlzeit am Tag, ca. 250 g voll supplementiert)
Nassfutter aus der Dose (2 Mal am Tag: morgens ausschließlich und abends nur ein wenig)
Trockenfutter (morgens und abends ein kleines Schälchen)

Der Grund für das Trockenfutter ist Petrie, denn er frisst leider noch nichts anderes, außer Thunfisch oder Lachs aus der Dose…! Ich hoffe jedoch, dass ich ihn irgendwann in der nahen Zukunft noch von dem trockenen Zeug wegbekomme und er dann auch normales Nassfutter zu sich nimmt. Das er rohes Fleisch fressen wird, ist im Moment sehr abwegig.

Folgendes Nassfutter bekommen unsere Katzen:
Miamor feine Filets (Huhn und Thunfisch) – Achtung: Ist ein Zusatzfutter und nicht zur Ausschließlichen Ernährung einer Katze geeignet!
Cosma Nature (Thunfisch und Huhn & Thunfisch) – Achtung: Zusatzfutter!
Animonda Carny Ocean Lachs & Jungsardinen pur (Filets) – Achtung: Zusatzfutter!
Animonda vom Feinsten – nur die Sorten mit hohem Fleischanteil
Leonardo (alle Sorten im Wechsel)
Omnomnom (teste ich noch, ist aber sehr hochwertiges Futter)

Grau, Nature’s Best, Schmusy und Bozita bekommen sie hin und wieder mal, um mehr Abwechslung in das Futter zu bringen.

An Trockenfutter steht auf dem Speiseplan:
Purizon (Fisch und Huhn & Fisch – es gibt auch nur diese beiden Sorten)
Sanabelle Grande (große Bröckchen), Sanabelle getreidefrei, Sanabelle Landente (hat einen etwas höheren Feuchtigkeitsanteil) – dieses Futter gibt es aber nur in Mini-Portionen als Abwechslung

Rohfleisch gibt es wie folgt:
Huhn und Pute (Rind und andere Sorten werden leider gnadenlos verschmäht)

Ich achte bei allen Futtersorten darauf, dass sie ohne Konservierungsstoffe, Zusatzstoffe und ohne Geschmacksverstärker sind. Dazu müssen sie Getreidefrei sein, dürfen keinen Zucker enthalten und die Menge an anderen pflanzlichen Bestandteilen sollte so gering wie möglich sein. Das ist bei Trockenfutter leider nicht so einfach und ich habe folglich noch kein einziges Trockenfutter gesehen, dass ohne Pflanzen bestückt ist. Wenn man nun schon Trockenfutter verfüttert, dann kann ich Purizon oder ein anderes mit einer ähnlichen Zusammensetzung nehmen. Unsere futtern das Purizon am liebsten, daher gibt es das auch. Bei Nassfutter gibt es zum Glück viel mehr Marken, die gänzlich ohne Pflanzen auskommen, aber Nassfutter sollte (neben Rohfleisch) auch immer die erste Wahl sein. Manche Marken verwenden auch Bio-Fleisch (z. B. Herrmann’s) oder Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung – zumindest steht das in deren Produktbeschreibungen.

Viele dieser Futtersorten gibt es nur im Internet, z. B. bei bitiba.de, zooplus.de oder im Fachhandel (Fressnapf, Futterhaus und auch Dehner hat zum Beispiel eine recht gute Auswahl). Und es kommen immer mehr Marken hinzu – anscheinen hat die Futtermittelindustrie langsam verstanden, dass man Katzen nicht mit ein paar Grashalmen, Möhren, Haferflocken und Weizen abspeisen kann.

Schlusswort

Ich kann nur jedem Katzenhalter empfehlen, sich über die Ernährung seiner Katze(n) eingehend zu informieren. Natürlich wird man bei seinen Recherchen auf Pro- und Contra-Berichte stoßen. Die Futtermittelindustrie wird natürlich ihr Futter in den höchsten Tönen loben. Daher sollte man sich selbst ein Bild machen und die verschiedenen Marken und Sorten vergleichen und dann seinen gesunden Menschenverstand einschalten – und dabei die natürliche Nahrung der Katze nicht außer Acht lassen.

Glaubt nicht alles, was die Werbung verspricht – ist Euch eigentlich schon aufgefallen, dass eine bestimmte Marke (lila Verpackung) längere Zeit schon keine Werbung mehr für Trockenfutter macht oder dass das Trockenfutter dieser Marke in den Läden langsam aus den Regalen verschwindet? Oder warum man im Nassfutter dieser Marke auf einmal 60% Fleischanteil findet und weniger Nebenerzeugnisse als früher? Denkt mal darüber nach, warum das so ist…

Wenn wir eine Katze „adoptieren“ dann sind wir auch für sie verantwortlich. Verantwortung heißt dann auch, dass wir unserer Katze gesundes und artgerechtes Futter in die Schüssel geben.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

P.S.: Ich möchte darauf hinweisen, dass die Inhalte dieses Textes meine persönliche Meinung widerspiegeln. Ich bin ein Laie auf dem Gebiet der Katzenernährung und die Angaben können Fehler enthalten. Darum bitte ich jeden, der diese Seite liest und die Ernährung seiner Tiere verändern will, sich gesondert und eingehend über dieses Thema zu informieren. Auch sind die Angaben hier nicht vollständig, weswegen es wirklich sehr wichtig ist, andere Informationsquellen hinzuzuziehen.

Alexandra Wendelken